Info Patronale · No. 327 · June 2024
Looking back at Enoki's journey
In 2017, Switzerland made its mark by winning the Solar Decathlon in Denver with the NeighborHub solar house, the work of students from EPFL, HEIA-FR, UNI-FR and HEAD in Geneva. What made it special? It was a meeting place for the neighbourhood, encouraging sustainable lifestyles by offering local activities and services. Seven years later, we catch up with Axelle Marchon, co-founder of the start-up Enoki, a spin-off of that adventure, to take stock of how their original project has evolved.
English version
Axelle Marchon, how did your experience at the Solar Decathlon shape Enoki's vision and mission?
The project created a momentum that led us to set up Enoki as an Sàrl. The experience made us want to adapt the concept to the market to promote more sustainable housing and lifestyles. Our mission is thus to develop real estate projects, or transform existing buildings, by integrating ecological and social sustainability. This means, for example, creating shared spaces, local services and neighbourhood communities through a neighbourhood activation approach. We have also developed part of our business around building and neighbourhood certifications and work in particular with the SNBS and SEED (Association for the development of sustainable neighbourhoods) certifications, supporting property developers and project owners.
Can you explain what you mean by “neighbourhood activation”?
Neighbourhood activation means creating attractive, sustainable places to live. We get involved from the planning stage of the neighbourhood to propose a strategy for developing its sustainability, a programme for the spaces and an operating model. Then we support the developer and the various contractors in developing the construction project and work with property managers to adapt their communication and raise tenants' awareness. We also organise the welcome party and awareness workshops, support the creation of the residents' association, define concepts for managing shared spaces, and so on. In short, we provide all the tools needed to set up and manage neighbourhood life. We then monitor the project with key performance indicators (KPIs) such as the number of neighbours a resident knows.
You take a participatory approach. What does that involve?
We use various methods to involve users, such as surveys, co-creation workshops or diagnostic walks. This approach lets them express their needs and take part in the dynamics of where they live.
Can you tell us about your communication tools?
We create WhatsApp communities, for example, but we also organise awareness workshops on topics such as energy, waste management and mobility. In new neighbourhoods, self-consumption groups (RCP) are being set up to consume locally produced electricity, which requires changing residents' habits through awareness-raising. Typically, no longer running the washing machine at night but during the day, when the panels are producing electricity.
How do you see the future?
Our current goal is to strengthen our position in French-speaking Switzerland as a key player in sustainable real estate. In the longer term, we would like to expand into German-speaking Switzerland.
Fri Up supported you in your early days — what about today?
Yes, from time to time for advice or opinions on which tools to use. Fri Up's expertise is very valuable to us, and the geographical proximity of our offices is handy!
Deutsche Fassung
Rückblick auf den Werdegang von Enoki
Im Jahr 2017 machte die Schweiz auf sich aufmerksam, als sie mit dem Solarhaus NeighborHub den Solar Decathlon in Denver gewann. Dieses Konzept, das von Studierenden der EPFL, der HEIA-FR, der UNI-FR und der HEAD in Genf entworfen wurde, war ein innovatives Projekt, das sich durch seine Funktion als gemeinschaftlicher Treffpunkt auszeichnete und die Nachhaltigkeit der Lebensweise durch Aktivitäten und Dienstleistungen in der Nähe förderte. Sieben Jahre später treffen wir Axelle Marchon, Mitbegründerin des aus dieser Initiative hervorgegangenen Start-up-Unternehmens Enoki, um über die Entwicklung und die Errungenschaften ihres ursprünglichen Projekts zu sprechen.
Axelle Marchon, wie hat die Erfahrung beim Solar Decathlon die Vision und die Mission von Enoki geprägt?
Das Projekt hat eine Dynamik geschaffen, die uns dazu veranlasst hat, das Unternehmen Enoki mit dem Status einer GmbH zu gründen. Diese Erfahrung hat uns dazu inspiriert, das Konzept an den Markt anzupassen, um nachhaltigere Wohn- und Lebensweisen zu fördern. So besteht unsere Aufgabe darin, Immobilienprojekte zu entwickeln oder bestehende Immobilien umzubauen, indem wir die Herausforderungen der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit integrieren. Dies beinhaltet beispielsweise die Schaffung von Gemeinschaftsräumen, Nachbarschaftsdiensten und Nachbarschaftsgemeinschaften durch einen Ansatz der Nachbarschaftsaktivierung. Wir haben auch einen Teil unserer Tätigkeit auf Gebäude- oder Quartierszertifizierungen ausgeweitet und arbeiten insbesondere mit den Zertifizierungen SNBS (vom Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz) und SEED (vom Schweizer Verein für nachhaltige Quartiere) zusammen, indem wir Immobilienentwickler und Bauherren begleiten.
Können Sie erklären, was Sie unter « Quartiersaktivierung » verstehen?
Quartiersaktivierung ist die Schaffung von attraktiven und nachhaltigen Lebensräumen. Wir greifen also bereits bei der Planung des Viertels ein, um eine Strategie zur Entwicklung der Nachhaltigkeit des Viertels, ein Raumprogramm und ein Nutzungsmodell vorzuschlagen. Dann begleiten wir den Entwickler und die verschiedenen Auftragnehmer bei der Entwicklung des Bauprojekts und arbeiten mit den Hausverwaltungen zusammen, um ihre Kommunikation anzupassen und die Mieter zu sensibilisieren. Wir organisieren auch das Willkommensfest und Sensibilisierungsworkshops, begleiten die Gründung der Bewohnervereinigung, definieren die Konzepte für die Verwaltung der Gemeinschaftsräume et cetera. Kurz gesagt stellen wir alle notwendigen Werkzeuge für die Einrichtung und Verwaltung des Nachbarschaftslebens zur Verfügung. Anschliessend überwachen wir das Projekt mithilfe von KPIs (Key Performance Indicators), wie zum Beispiel der Anzahl der Nachbarn, die ein Bewohner kennt.
Sie verfolgen einen partizipativen Ansatz. Wie sieht dieser aus?
Wir verwenden verschiedene Methoden, um die Nutzer einzubeziehen, zum Beispiel Umfragen, Co-Creation-Workshops oder diagnostische Spaziergänge. Dieser Ansatz ermöglicht es ihnen, ihre Bedürfnisse zu äussern und sich an der Dynamik ihres Lebensraums zu beteiligen.
Können Sie uns etwas über Ihre Kommunikationsinstrumente erzählen?
Wir bauen zum Beispiel WhatsApp-Gemeinschaften auf, organisieren aber auch Sensibilisierungsworkshops zu Themen wie Energie, Abfallmanagement oder Mobilität. In neuen Stadtvierteln werden sogenannte Clean Consumer Clusters (CPCs) gegründet, um lokal erzeugten Strom zu verbrauchen, was es erfordert, die Gewohnheiten der Bewohner durch Sensibilisierungsmassnahmen zu ändern. Ein Beispiel dafür ist, die Waschmaschine nicht mehr nachts anzustellen, sondern am helllichten Tag, wenn die Solarpanels Strom produzieren.
Wie sehen Sie die Zukunft?
Unser derzeitiges Ziel ist es, unsere Position in der Westschweiz als Hauptakteur im Bereich der nachhaltigen Immobilien zu stärken. Längerfristig möchten wir auch in die Deutschschweiz expandieren.
Fri Up hat Sie bei Ihren Anfängen unterstützt, ist das heute immer noch so?
Ja, punktuell für Beratung oder Ratschläge zu den zu verwendenden Tools. Das Fachwissen von Fri Up ist für uns sehr nützlich und die geografische Nähe unserer Büros ist praktisch!