Info Patronale · No. 339 · July 2026
Overtech: the electric fork that zaps weeds
Based in Villars-sur-Glâne, Overney Technologie Sàrl (Overtech) is developing an electric weeding fork that can eliminate unwanted plants without plant protection products. Validated on dock weed in pasture, the technology is driven by engineer Edouard Overney and embodies 100% Fribourg agricultural innovation.
English version
Overtech: the electric fork that zaps weeds
A mechanical engineer trained at HEIA-FR and then the University of Nottingham, Edouard Overney spent six years at Liebherr Machines Bulle as a development engineer. In November 2021, he founded Overtech. We meet an entrepreneur who wants to bring together innovation, mechanical precision and respect for living things.
What inspired you to create your start-up?
As a child, I had to pull up dock weeds with my grandfather, a long and tedious job. I always thought there must be a more efficient solution. After my experience in a large company, I had the skills to run an industrial development project: farmers are looking for alternatives to herbicides and engineering can provide them.
What is your innovation?
The electric weeding fork (FAE), with a working width of three metres, is mounted on the front linkage of a tractor. A generator connected to the tractor's rear power take-off produces the electrical pulse. An AI camera recognises the plant and its location; the information sent to the processor triggers a discharge into the root, destroying the plant. This localised treatment has no impact on microfauna or surrounding flora. One hectare is treated in less than two hours.
Who are your customers and potential markets?
The main market is organic farming, which accounts for 18% of usable agricultural land in Switzerland and 10% in the EU. Target customers are farms, machinery cooperatives and local authorities. In the first trials on dock weed, effectiveness was convincing: 96% mortality.
How does your solution stand out?
Zero chemical residue, targeted plant-by-plant treatment, fully automated. Where manual weeding is too time-consuming and chemical treatment affects the whole plot, our system only acts at the exact spot where the weed is detected.
Wie positionieren Sie sich gegenüber der Konkurrenz?
A few players are exploring the electrocution of weeds, but none combines AI recognition, plant-by-plant precision and a format compatible with a standard tractor. Our advantage lies in integration: mechanics, hydraulics, electronics and software designed together, in Switzerland, and in our responsive after-sales service.
What are the next steps?
Broadening the range of perennial weeds treated, starting series production and structuring sales.
How are your Fribourg roots reflected?
Development, manufacturing, validation and sales will all take place in the canton, in association with Zbinden Posieux SA. The structure needed to develop this project will create jobs shared between the two companies. Development is a collaboration with the School of Engineering and Architecture of Fribourg and the Grangeneuve training farm. From the outset, the project was supported by the innovation voucher of the Fribourg Agri & Food association, hosted by the Cluster Food & Nutrition, thanks to Jerry Krattiger, director of the canton's Economic Development Agency, who pointed us towards it. Fri Up completes the set-up, providing strategic perspective, a network of experts and entrepreneurial structuring. For an AgroTech start-up at the crossroads of agriculture and Industry 4.0, cantonal support makes it possible to turn a technical idea into a viable economic project, rooted in the local fabric and open to the European market.
Deutsche Fassung
Overtech: die elektrische Gabel, die Unkraut vernichtet
Das in Villars-sur-Glâne ansässige Unternehmen Overney Technologie Sàrl (Overtech) entwickelt eine elektrische Unkrautgabel, die unerwünschte Pflanzen ohne Pflanzenschutzmittel beseitigen kann. Die an den Blaken in Weiden validierte Technologie wird von Ingenieur Edouard Overney umgesetzt und steht für eine 100 % freiburgische Agrarinnovation.
Edouard Overney, Maschinenbauingenieur mit Abschluss an der HEIA-FR und der Universität Nottingham, arbeitete sechs Jahre bei Liebherr Machines Bulle als Entwicklungsingenieur. Im November 2021 gründete er Overtech. Eine Begegnung mit einem Unternehmer, der Innovation, mechanische Präzision und Respekt vor dem Leben verbinden will.
Was hat Sie zur Gründung Ihres Start-ups inspiriert?
Als Kind musste ich mit meinem Grossvater Blacken ausstechen – eine langwierige und mühsame Arbeit. Ich dachte immer, es müsse eine effizientere Lösung geben. Aufgrund meiner Erfahrung in einem grossen Unternehmen hatte ich die Kompetenzen, um ein industrielles Entwicklungsprojekt zu leiten: Landwirte suchen Alternativen zu Herbiziden und die Ingenieurtechnik kann diese liefern.
Was ist Ihre Innovation?
Die elektrische Blackengabel, mit einer Arbeitsbreite von drei Metern, wird an der Front eines Traktors angebracht. Ein Generator, der an die hintere Zapfwelle des Traktors angeschlossen wird, erzeugt den elektrischen Impuls. Die Pflanze sowie ihr Standort werden von einer KI-Kamera erkannt; die Information wird an den Prozessor übermittelt, der einen Stromstoss in die Wurzel abgibt und so die Pflanze zerstört. Diese lokalisierte Behandlung hat keine Auswirkungen auf die Mikrofauna oder die umliegende Flora. Ein Hektar wird in weniger als zwei Stunden behandelt.
Wer sind Ihre Kunden und die potenziellen Märkte?
Der Hauptmarkt ist der Biolandbau, der 18 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in der Schweiz und zehn Prozent in der EU ausmacht. Die Zielgruppe sind Landwirtschaftsbetriebe, Maschinengenossenschaften und Gemeinden. Bei den ersten Versuchen mit Blacken war die Wirksamkeit überzeugend: Eine Erfolgsrate von 96 Prozent.
Wodurch unterscheidet sich Ihre Lösung?
Null chemische Rückstände, gezieltes Behandeln von Pflanze zu Pflanze, vollständig automatisiert. Wo manuelle Entwurzelung zu zeitaufwendig ist und die chemische Behandlung die gesamte Parzelle beeinträchtigt, greift unser System nur an genau der Stelle ein, an der das Unkraut erkannt wird.
Wie positionieren Sie sich gegenüber der Konkurrenz?
Einige Akteure erforschen die Elektrobehandlung von Unkraut, aber keiner kombiniert KI-Erkennung, Präzision auf Ebene der Einzelpflanzen und ein Gerät, das mit einem Standardtraktor kompatibel ist. Unser Vorteil liegt in der Integration – Mechanik, Hydraulik, Elektronik und Software, gemeinsam in der Schweiz konzipiert – sowie in unserer Reaktionsfähigkeit beim Kundendienst.
Was sind die nächsten Schritte?
Die Palette der behandelten Unkräuter erweitern, die Serienproduktion starten und die Vermarktung strukturieren.
Wie zeigt sich Ihre Verankerung im Kanton Freiburg?
Entwicklung, Herstellung, Validierung und Verkauf werden vollständig im Kanton durchgeführt, in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Zbinden Posieux SA. Die für die Entwicklung dieses Projekts erforderliche Struktur ermöglicht die Schaffung von Arbeitsplätzen in beiden Unternehmen. Die Entwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA-FR) und dem Lehrbetrieb Grangeneuve. Das Projekt wurde von Anfang an durch den Innovationsscheck des Vereins Fribourg Agri & Food unterstützt, der beim Cluster Food & Nutrition angesiedelt ist – dank Jerry Krattiger, Direktor der Wirtschaftsförderung des Kantons, der uns an diese Einrichtung verwiesen hat. Fri Up ergänzt das Dispositiv durch strategische Einschätzung, Expertennetzwerk und unternehmerische Strukturierung. Für ein Agrotech-Start-up an der Schnittstelle von Landwirtschaft und Industrie 4.0 ermöglicht es die kantonale Unterstützung, eine technische Idee in ein wirtschaftlich tragfähiges Projekt umzusetzen, das im lokalen Gefüge verankert und für den europäischen Markt offen ist.