Info Patronale · No. 326 · May 2024

Innovation in telemedicine

Hestia, a Fribourg start-up, works in telemedicine innovation. It offers a platform for exchanging medical data between patients and doctors, and is riding the wave of a booming sector. Interview.

English version

Pascal Bruegger, together with Loïc Guibert and your team, you have developed an innovative telemedicine platform. Can you explain how it works?

P. Bruegger: Hestia is a platform for exchanging medical data between patients and doctors, which simplifies the transmission of physiological measurements using connected sensors such as blood pressure monitors, oximeters, etc. For example, a person can measure their blood pressure at home and send the data directly to their doctor via our app.

What are the main benefits for users?

First, there is the accuracy and reliability of the data, which cannot be changed or deleted. This eliminates the risk of manual errors or omissions. Next, it means fewer hospital visits, more effective preventive medical intervention, peace of mind and a proactive approach to health management. Our platform can also be adapted for caregivers, athletes or safety applications such as monitoring lone workers on high-risk sites, like chemical sites.

How does the platform ensure data accuracy?

For now, we use Omron sensors, known for their accuracy and compliance with medical requirements. These sensors record various metrics such as blood pressure, oxygen saturation and heart rate, and transmit them via Bluetooth to our secure mobile app. The app will also work with smartwatches (Apple Watch or Google Watch) by summer 2024. These devices provide accurate measurements, essential for monitoring chronic conditions such as diabetes. At the same time, we are working on integrating ECG (electrocardiogram) and blood glucose sensors. Our platform has been built so that other types and brands of sensors can be integrated quickly and easily in future.

Do you have partnerships with medical institutions?

Yes, we collaborate with the School of Engineering and Architecture of Fribourg (HEIA-FR) and the Fribourg Cantonal Hospital (HFR), our main partner, which will test our platform to integrate and manage patients' health data directly in the hospital's computerised system (EPR), greatly simplifying post-hospital follow-up and the monitoring of chronic diseases. We are also in discussions with the Ensemble Hospitalier de la Côte (EHC) to establish a partnership aimed at digitalising and optimising patient follow-up, particularly in community care.

Are you planning to integrate artificial intelligence (AI) into your platform?

Yes, we intend to add AI to analyse the data collected and provide pre-diagnoses. We are currently in advanced testing and plan to launch these new features as soon as we have regulatory approval, in particular from SwissEthics and the data protection authorities.

You are supported by Fri Up: what kind of support does the association provide?

Our current work with Fri Up focuses on the financing plans for LynxData, our commercial entity. In particular, we received major support in putting together our application for Swiss Universities. Fri Up also gives us the opportunity to expand our network, through direct introductions to relevant players, and also at the regular Start-up Lunches. We look forward to the chance to present our pitch at an upcoming session!

Deutsche Fassung

Innovation in der Telemedizin

Hestia, ein Freiburger Start up Unternehmen, arbeitet im Bereich der Innovation in der Telemedizin. Es bietet eine Plattform für den Austausch von medizinischen Daten zwischen Patientinnen und Ärzten und reitet auf der Welle eines boomenden Sektors. Ein Interview.

Pascal Bruegger, Sie haben zusammen mit Loïc Guibert und Ihrem Team eine innovative telemedizinische Plattform entwickelt. Können Sie uns erklären, wie sie funktioniert?

P. Bruegger: Hestia ist eine Plattform für den Austausch medizinischer Daten zwischen Patienten und Ärtzinnen, die die Übertragung von physiologischen Messungen durch angeschlossene Sensoren wie Blutdruckmesser, Oximeter und so weiter vereinfacht. Beispielsweise kann eine Person zu Hause ihren Blutdruck messen und diese Daten über unsere App direkt an ihren Arzt übermitteln.

Was sind die Hauptvorteile für die Nutzer?

Zunächst einmal sind da die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Daten, die nicht verändert oder gelöscht werden können. Dadurch wird das Risiko von manuellen Fehlern oder Unterlassungen beseitigt. Zweitens führt dies zu weniger Krankenhausbesuchen, einer effektiveren präventiven medizinischen Intervention, einem ruhigen Gewissen und einem proaktiven Ansatz im Gesundheitsmanagement. Unsere Plattform kann auch für pflegende Angehörige, Sportler oder für Sicherheitsanwendungen wie die Überwachung von isolierten Arbeitern an risikoreichen Standorten wie Chemiestandorten angepasst werden.

Wie gewährleistet die Plattform die Genauigkeit der Daten?

Wir verwenden derzeit Sensoren der Marke Omron, die für ihre Genauigkeit und die Einhaltung der medizinischen Anforderungen bekannt sind. Diese Sensoren zeichnen verschiedene Metriken wie Blutdruck, Sauerstoffsättigung oder Herzfrequenz auf und übertragen sie über Bluetooth an unsere sichere mobile Anwendung. Bis zum Sommer 2024 wird die App auch mit vernetzten Uhren (Apple Watch oder Google Watch) funktionieren. Diese Geräte bieten präzise Messungen, die für die Überwachung von chronischen Erkrankungen wie Diabetes unerlässlich sind. Parallel dazu arbeiten wir an der Integration von EKG- (Elektrokardiogramm) und Blutzuckersensoren. Unsere Plattform ist nämlich so aufgebaut, dass wir in Zukunft auch andere Arten und Marken von Sensoren einfach und schnell integrieren können.

Haben Sie Partnerschaften mit medizinischen Einrichtungen?

Ja, wir arbeiten mit der Hochschule für Technik und Architektur von Freiburg (HTA-FR) und unserem Hauptpartner, dem Kantonsspital Freiburg (HFR), zusammen, die unsere Plattform testen werden, um die Gesundheitsdaten der Patienten direkt in das computergestützte System des Spitals (EHR) zu integrieren und zu verwalten, was die Nachsorge nach einem Spitalaufenthalt oder die Überwachung chronischer Krankheiten erheblich erleichtert. Wir führen auch Gespräche mit dem Ensemble Hospitalier de la Côte (EHC), um eine Partnerschaft aufzubauen, die auf die Digitalisierung und Optimierung der Patientenbetreuung, insbesondere im Bereich der Gemeinschaftspflege, abzielt.

Planen Sie, künstliche Intelligenz (KI) in Ihre Plattform zu integrieren?

Ja, wir planen, KI hinzuzufügen, um die gesammelten Daten zu analysieren und Vordiagnosen zu liefern. Wir befinden uns derzeit in der fortgeschrittenen Testphase und planen, diese neuen Funktionen zu starten, sobald wir die regulatorischen Genehmigungen, insbesondere von SwissEthics und den Datenschutzbehörden, erhalten haben.

Sie werden von Fri Up begleitet: Welche Art von Unterstützung bietet Ihnen der Verein?

Die aktuelle Arbeit mit Fri Up konzentriert sich auf die Finanzierungspläne von LynxData, unserer Geschäftseinheit. Wir haben insbesondere eine wichtige Unterstützung bei der Zusammenstellung unseres Dossiers für Swiss Universities erhalten. Fri Up bietet uns auch die Möglichkeit, unser Netzwerk zu erweitern, indem wir direkt mit interessanten Akteuren in Kontakt treten, aber auch bei den regelmässig organisierten Start-up-Lunches. Wir freuen uns schon darauf, unseren Pitch in einer der nächsten Sitzungen präsentieren zu können!