Eine neue digitale Plattform, auf der Lehrpersonen ihre Unterrichtsmaterialien mit wenigen Klicks austauschen können – diese Innovation bietet das junge Unternehmen Partager Apprendre, das gerade in unser Begleitprogramm aufgenommen wurde.

Die Plattform partager-apprendre.ch, die seit Oktober 2021 online ist, ist eine Premiere in der Schweiz. Sie bietet Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit, selbst erstellte Unterrichtsmaterialien wie Texte oder Grafiken hochzuladen, diese kostenlos weiterzugeben oder zu einem Preis ihrer Wahl zu verkaufen. Auf der Website kann sich der Besuchende mithilfe von Filtern wie Unterrichtsstufe, Fach oder Preis das verfügbare Material leicht durchsehen.

Sarah und Anis Saihi, das Gründungsduo von Partager Apprendre, haben einen digitalen Ort entwickelt, an dem qualitativ hochwertiges Material, das auf das Schweizer Schulsystem zugeschnitten ist, einfach zentralisiert und geteilt werden kann. Grundschullehrerin Sarah vermisste ein solches System und dachte sich aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen eine Möglichkeit aus, wie Lehrpersonen Zeit sparen können. Und das mit Erfolg: Seit dem Start der Plattform verzeichnet diese bereits 950 Registrierungen, 37’938 Downloads und 823 verkaufte Dokumente. Parallel dazu entwickelt das Team neue Lösungen, um die Digitalisierung des Unterrichts zu erleichtern. Dies könnte zum Trumpf werden bei der Strategie für digitale Bildung, die der Freiburger Staatsrat kürzlich vorgestellt hat.

Mit einem Marktpotenzial von über 97’000 Lehrerinnen und Lehrern in der Schweiz, knapp ein Drittel von ihnen in der Romandie, und seiner Positionierung als Pionier in diesem Sektor hat Partager Apprendre das Fri Up-Team vollständig überzeugt. Nun gilt es für das Gründungsduo, die einwandfreie Qualität der online gestellten Dokumente zu gewährleisten und das Geschäftsmodell so zu gestalten, dass das Unternehmen schnell wachsen kann. Wir unterstützen das Start-up bei diesen Herausforderungen sowie in den Bereichen Marktanalyse, geistiges Eigentum, Marketing und später bei einer Expansion in die Deutschschweiz.

Das Fri Up-Komitee hat Yann Steulet zum neuen Direktor ernannt. Sein Stellenantritt erfolgt am 1. April 2022.

Yann Steulet übernimmt als Nachfolger von Grégory Grin die Leitung von Fri Up, dem offiziellen Unterstützungsorgan für Unternehmer/innen und Start-Ups des Kantons Freiburg. Nach seinem Studium an der Hochschule Freiburg (HSW-FR) hat der ehemalige Spitzen-Eishockeyspieler mehrere Jahre am KMU-Institut der HSW-FR gearbeitet. Danach hat er verschiedene Direktionsposten in Unternehmen besetzt, welche in sich ständig entwickelnden Technologiemärkten tätig sind. Der 44-Jährige aus Villars-sur-Glâne verfügt über solide Erfahrung im Bereich der Einführung von neuen Produkten, neuen Marken und neuen Geschäftsmodellen sowie in der Lancierung von Spin-Offs. Das Fri Up-Komitee ist überzeugt, dass der berufliche Werdegang und der Unternehmergeist von Yann Steulet ihm die richtige Rüstzeug für seinen Stellenantritt am 1. April geben werden.

Grégory Grin, der während mehr als fünf Jahren den Verein Fri Up sowie das Generalsekretariat der Stiftung Seed Capital Freiburg geleitet hat, wird diese Posten zeitgleich abgeben. Grégory Grin hat eine wichtige Rolle beim konstanten Wachstum der Tätigkeiten von Fri Up sowie bei der Erfüllung der Mission des Vereins gespielt. Fri Up hat 2021 erneut mehr Personen (+19,5%) unterstützt, die das eigene Unternehmen gründen wollten, als im Jahr zuvor, welches bereits herausragend war. Das Fri Up-Komitee dankt Grégory Grin herzlich für seinen grossen Einsatz sowie seine exzellente Arbeit und wünscht ihm viel Erfolg bei seinem eigenen unternehmerischen Abenteuer, das er bald beginnen wird.

Hochwertige Trail-Running-Kleidung, die im Kanton Freiburg hergestellt wird und lebenslang gegen Beschädigungen versichert ist – dies ist das innovative und nachhaltige Projekt des Freiburger Start-Ups Revario, welches Fri Up im Rahmen seines Begleitungsprogramms unterstützen darf.

Um einen Berg mit der Kraft der eigenen Beine zu bezwingen, ist hochwertige Sportkleidung ein Muss. Im Sportladen ist die Auswahl gross und nicht gerade nachhaltig: Die Textilbranche, welche Trail-Running-Equipment herstellt und über tausende Kilometer transportiert, ist die drittumweltschädlichste Industrie der Welt. Eine nachhaltige Alternative bietet das in Marly ansässige Freiburger Start-Up Revario.

Die Pullover, T-Shirts, Leggins oder Shorts von Revario werden mit Recycling-Materialien hergestellt, welche aus einem Umkreis von 600 Kilometern von der Produktionsstelle in Marly stammen. Zum Beispiel wird ein Teil des Nylons, das für Reissverschlüsse nötig ist, aus verwahrlosten Fischernetzen wiedergewonnen, die im adriatischen Meer aufgefunden wurden. Die Produktion der Sportkleidung erfolgt ausschliesslich im Kanton Freiburg. Die Einkäufe werden in Recycling-Päckchen verschickt, welche die Kunden später zurücksenden können, um deren Wiederverwendung zu ermöglichen. Schliesslich bietet Revario auch einen lebenslangen, kostenlosen Reparaturdienst für Kleidung, die beschädigt wurde (abgesehen von einer natürlichen Abnutzung). Ob ein Riss im T-Shirt oder ein klemmender Reissverschluss – das Start-Up fordert zu Reparaturen anstelle von Neukäufen auf und innoviert so mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell, das ganz im Zeichen der Kreislauftwirtschaft steht.

Nach seiner Gründung 2020 hat sich das ursprünglich Genfer Jungunternehmen vor kurzem für den Kanton Freiburg entschieden. Revario möchte dadurch seine bestehende Zusammenarbeit mit den Freiburger Schneiderschulen verstärken sowie näher am Deutschschweizer Markt sein. Fri Up wird das Team unter anderem bei der Entwicklung und Vermarktung des Kleidersortiments unterstützen sowie bei der Suche nach finanziellen Partnern.

www.revario.ch

Ein System gegen Hauseinbrüche namens Kevin, ein intelligentes Kästchen gegen Energieverschwendung in Immobilien und ein neuartiger, personalisierter 
Baumpflanzservice – dies sind die innovativen Projekte der Freiburger Start-Ups Mitipi, yord und Almighty Tree, welche wir ab sofort begleiten dürfen!

Mitipi: Kevin allein zuhause kämpft gegen Einbrecher. Das Team von Mitipi hat sich für den Namen seines neuartigen Systems gegen Hauseinbrüche von einem Kultfilm inspirieren lassen. «Kevin» ist eine kleine, smarte Box in Grösse eines Bluetooth-Lautsprechers, die glaubwürdig eine menschliche Gegenwart in einer leeren Wohnung vortäuschen kann. Die Box erzeugt Licht- und Schattenprojektionen und spielt personalisierte Menschengeräusche ab. Ziel ist, Einbrecher zu entmutigen, bevor sie zur Tat schreiten. Fri Up wird Mitipi unter anderem in den Bereichen Marktzugang, Marketing und Verkauf unterstützen.

www.mitipi.com

yord: Das von vier Ingenieuren der HTA-Freiburg gegründete Start-Up bietet eine innovative Lösung gegen die Energieverschwendung von Schweizer Immobilien. Ein Kästchen namens „yox“ kann dank künstlicher Intelligenz selbstständig die Heizung, Klimatisierung und Lüftung von privaten oder öffentlichen Gebäuden auf optimale Weise regulieren. Der von yord entwickelte Algorithmus verbindet dafür interne Gebäudemessungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2) mit externen Faktoren wie Wetterprognosen. Ab dem ersten Tag seiner Installation «versteht» das yox-Kästchen das thermische Verhalten des Gebäudes und ermöglicht es, Energieersparnisse von bis zu 30 Prozent zu erreichen. Fri Up wird yord unter anderem im Marketing und Fundraising unterstützen.

www.yord.ch

Almighty Tree: Unter dem Klimawandel leiden auch die Schweizer Wälder. Um das Ökosystem zu fördern, hat Gilles Suard, ehemaliger Student der Freiburger Hochschule für Wirtschaft, zusammen mit seiner Schwester Aline Almighty Tree gegründet. Das Start-Up bietet Privatpersonen sowie Unternehmen einen personalisierten Baumpflanzservice an. Es hat ebenfalls einen „Tree Tracker“ entwickelt, dank welchem die Baumpflanzer/-innen den genauen Standort ihres Baumes sowie dessen Merkmale ermitteln können. Mit über 7’000 gepflanzten Bäumen, 600 Teilnehmer/-innen und 60 Partnern ist Almighty Tree bereits sehr erfolgreich. Fri Up wird dieses Projekt unter anderem bei der Erlangung von Marktanteilen und der internen Organisation unterstützen.

www.almightytree.ch

Wir haben das Vergnügen, Pauline Musy als neue Business Coachin im Fri Up-Team zu begrüssen!

Erfahrene Unternehmerin, Pauline hat 2013  Trip-it-up Sàrl (Gestalltung von personalisierten Reisen) gegründet sowie deren Schwestergesellschaften Van-it-up (Vermietung von ausgestatteten Vans), Advise-you-Up (Beratung im Management und HR für KMUs) und SuissePiste (Gestalltung von Überraschungsausflüge in der Schweiz).

Vor ihrer Entscheidung, sich unabhängig zu machen, hat Pauline mehrere Jahre für Nestlé gearbeitet. Sie ist eine erfahrene Managerin und in folgenden Bereichen Expertin: Supply Chain, Lean Management, Operations, HR und Projektmanagement.

Wir freuen uns, zusammen die Unternehmensgründung im Kanton Freiburg zu unterstützen.

Seit vier Jahren wächst der Unternehmergeist im Kanton Freiburg. 2020 erlebte Fri Up ein Rekordjahr, und die Chancen stehen gut, dass es dieses Jahr einen neuen Rekord gibt. Diese erfreuliche Feststellung machte der Verein anlässlich der virtuellen Generalversammlung 2021.

Bis Ende Mai 2021 hat das Fri Up-Team 206 Beratungsanfragen beantwortet. Das entspricht einer Steigerung von 56% gegenüber der gleichen Periode im Vorjahr. Nach fünf Monaten hat Fri Up zudem bereits mehr Personen unterstützt als im ganzen Jahr 2017. Diese erfreuliche Feststellung, welche vom Fri Up-Präsidenten Pierre Esseiva anlässlich der virtuellen Generalversammlung 2021 bekanntgegeben wurde, bestätigt den Aufschwung des Freiburger Unternehmertums.

Des Weiteren wurden seit dem 1. Januar 2021 vier neue Start-Ups ins Begleitungsprogram von Fri Up aufgenommen: Neuria, Vixelia, Lowimpact food et D4P. Dazu kommen 10 innovative Studentenprojekte, welche im Rahmen des «Student Venture Program» unterstützt werden, das in Zusammenarbeit mit der HES-SO Freiburg angeboten wird.

Im Rahmen der Generalversammlung 2021 wurde auch ein neues Mitglied im Fri Up-Vorstand begrüsst: Herr Jacques Genoud, Direktor der HES-SO Freiburg, ersetzt Herrn Jacques Bersier, der nach 32 Jahren im Fri Up-Komitee sein Mandat niedergelegt hat. Welche wichtige Rolle Herr Bersier bei der Gründung von Fri Up 1989 gespielt hat, zeigt dieses Video.

Fri Up und die Fachstelle für nachhaltige Entwicklung des Kantons Freiburg starten eine Kampagne um Freiburger Unternehmen für das Anliegen der Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.

Um die Wirtschaft zu inspirieren, den Weg der Nachhaltigkeit zu wählen, stellen Fri Up und der Staat Freiburg beispielhafte Freiburger Start-Ups ins Rampenlich, die sich für ein nachhaltiges Geschäftsmodell entschieden haben.

Im ersten Video können Sie Okapaï entdecken, das essbare, kompostierbare und wiederverwendbare Strohhalme herstellt.

Der Staat Freiburg hat ebenfalls eine neue Internetseite lanciert, auf welcher Unternehmen kostenlose Werkzeuge finden, die den Übergang zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell erleichtern:  https://www.fr.ch/de/arbeit-und-unternehmen/unternehmen/nachhaltige-unternehmen-wo-soll-man-anfangen

Fri Up hat 2020 mehr Personen unterstützt, die das eigene Unternehmen lancieren wollten, als je zuvor. Dieses Rekordjahr zeigt, dass Freiburginnen und Freiburger im schwierigen Kontext der Covid-19-Pandemie besonders anpassungsfähig waren.

2020 hat das Team von Fri Up 328 neue Beratungsanfragen von Freiburgerinnen und Freiburgern behandelt, die das eigene Unternehmen gründen wollten. Dies ist ein neuer Rekord. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor waren 268 Anfragen behandelt worden und 2018, im bisherigen Rekordjahr, 310. Weiter wurden 9 innovative Start-Ups neu ins Begleitungsprogramm von Fri Up integriert.

Die 328 Projekte, welche 2020 analysiert wurden, waren sehr unterschiedlicher Natur. Dennoch kann die Mehrheit einem der folgenden Tätigkeitsbereiche zugeordnet werden: lokale Produkte, Geschäfte und Dienstleistungen, Informatikdienste sowie Kommunikations- und Informationsdienste. Diese Verteilung scheint dem Trend zu folgen, dass die Freiburger Bevölkerung gewillt ist, lokal zu konsumieren und auf Digitalisierung zu setzen. Eine weitere interessante Feststellung ist, dass Unternehmertum bei den Studierenden der Freiburger Hochschulen und der Universität immer beliebter wird.

2020, ein Rekordjahr: Dieses Resultat wird dadurch begünstigt, dass der Kanton Freiburg seit einigen Jahren gezielt auf Unternehmertum setzt und seine Unterstützungsmassnahmen so ausrichtet, dass Neuunternehmer/-innen auch in einem wirtschaftlich schwierigen Kontext die nötige Hilfe erhalten, um erfolgreich durchzustarten zu können. Der Lockdown im letzten Frühling hat viele Freiburgerinnen und Freiburger angespornt, neue Wege zu gehen. Sie haben die Zeit genutzt, um Geschäftsideen, welche sie im Hinterkopf hatten, zu konkretisieren und die Gründung der eigenen Firma ernsthaft in Betracht zu ziehen.